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Märkte im Mittelalter

Description:  Entstehungsgeschichte der mittelalterlichen Märkte. Wirtschaft, Aufbau des städtischen Marktes, die Fernhändler.
deutsch
  
ISBN: 3423050012   ISBN: 3423050012   ISBN: 3423050012   ISBN: 3423050012 
 
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Märkte im Mittelalter


Vorwort

Schon immer hat es in der Geschichte der Menschheit Produkte gegeben, die höchstbegehrt waren, ohne dass sie lebensnotwendig wären. Ob Bernstein oder Diamant, Zobelpelz oder Seide, edle Perlen, Elfenbein oder sündhaft teure Tulpenzwiebeln: Jede Gesellschaft, jede Epoche traf ihre eigene, rational kaum begründbare Wahl, welche “Luxusartikel” ihr als besonders hochwertig (weit über ihren “Nutzwert” hinaus wertvoll) galten. Als nach den Völkerwanderungen wieder Ruhe in Europa einkehrte, stieg auch wieder die Nachfrage nach solchen Luxusgütern. Der Fernhandel, der nach dem Zerfall des römischen Reiches in Europa fast brach lag wurde wiederbelebt. Zunächst an den größeren Klöstern und Kirchen in Italien, Flandern und Frankreich wurden alljährlich Fernhandelsmessen abgehalten. Zu diesen Messen kamen Leute von nah und fern, um ihre Produkte zu verkaufen oder sich mit neuen Waren einzudecken, es kam zu einem Austausch von Waren und Informationen. Schließlich erkannten die Kaufleute, dass an den Höfen die Nachfrage weiter stieg, die oft weit entfernten Messen, den Bedarf nicht decken konnten. Zahlreiche Märkte wurden in Folge dessen an den geistlichen und weltlichen Höfen und Burgen errichtet, so dass auch die Stadt als Produktionsstätte von besonderen Gütern und als Umschlagsplatz für Ware wieder interessant wurde und sich viele Städte an den Märkten neu gründeten. Der mittelalterliche Markt war nicht nur das Zentrum der geistigen und wirtschaftlichen Entwicklung, sondern er war auch Keimzelle für unsere heutige europäische Stadtkultur. Auf dem Markt fand das öffentliche Leben statt. Die Marktkirche, das Rathaus, der Marktbrunnen und die Fahrenden sorgten für Kultur- und Informationsaustausch für die Leute in der Region. Die großen Jahrmärkte, die an besonderen Kirchenfesten stattfanden und Wochenmärkte zogen die Händler von weither an und sorgten für das Wachstum einer Stadt. Der Markt war Ausdruck einer beginnenden “Arbeitsteilung” mit dem Land. Die Teilung zwischen Stadt und Land und das Aufstreben der Städte mit ihren freien Bürgern sorgte auch für mehr Unabhängigkeit von den weltlichen und geistlichen Herrschern und der Bauern von ihrem Grundherrn. Um einen Markt abzuhalten, bedurfte es zunächst eines Privilegs durch den Herrn, dabei verschmolzen in königlichen Privilegien Marktrecht, Zollrecht und Münzrecht oft zu einer Einheit. Doch schon bald waren einige Städte reicher und mächtiger als manch ein Gutsherr und leiteten so die Geschicke der Region.
Nicht alle Märkte entwickelten sich später auch zu Städten im Rechtsinn, wohl aber dürfte jede bedeutendere Stadt das Marktrecht besessen haben. Die Märkte, die zunächst zur Versorgung der Fürstenhäuser und zum Warenaustausch der Bauern untereinander dienten, sorgten für eine neue Denkweise in der mittelalterlichen Gesellschaft. Man wollte Überschuß produzieren und nicht mehr nur die Existenz seiner Sippe sichern. Die Dreifelderwirtschaft wurde entwickelt und konnte so die steigende Stadtbevölkerung ernähren. Die Fernhändler wurden teilweise sehr reich und bildeten so eine eigene Schicht, die nicht vom Grundbesitz abhängig war. Die Fahrtengenossenschaften, die Gilden und später die Hanse, waren die wichtigsten Grundelemente für die späteren freien Städte und für die Gründung des modernen Kreditwesens. Der Fernhandel machte es nötig, dass mehr Leute Lesen, Schreiben und Rechnen konnten, um die Kommunikation der Handelspartner und Städte untereinander zu gewährleisten. Dies führte zu einem Austausch der technischen Neuerungen, des Genmaterials, etc. . Dadurch wurden die Grundsteine für die spätmittelalterlichen Forschungen und Entdeckungen gelegt. Im Streben nach Profit zogen die Fernhändler immer weiter und nahmen so Kontakt mit fremden Ländern und Kulturen auf.
Die Blütezeit des mittelalterlichen Handels fand wohl in der Zeit der mächtigen Städtebünde und der Hanse statt, doch kam es immer wieder zu gravierenden Einschnitten in der Kaufkraft der Bevölkerung durch Kriege, Hungersnöten, durch z.B. Naturkatastrophen und Seuchen, wie z.B. die Pest.
  
Bürgerliches Gesetzbuch BGB: mit Allgemeinem Gleichbehandlungsgesetz, BeurkundungsG, BGB-Informationspflichten-Verordnung, Einführungsgesetz, ... Rechtsstand: 1. August 2012
Siehe auch:
Handelsgesetzbuch HGB: ohne Seehandelsrecht, mit …
Strafgesetzbuch StGB: mit Einführungsgesetz, …
Grundgesetz GG: Menschenrechtskonvention, …
Arbeitsgesetze
Basistexte Öffentliches Recht: Rechtsstand: 1. …
Aktiengesetz · GmbH-Gesetz: mit …
 
   
 
     
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